Da
ist ein Land der Lebenden
und
ein Land der Toten,
und
die Brücke zwischen ihnen
ist
die Liebe -
das
einzig Bleibende,
der
einzige Sinn.
Bewusstes
Abschiednehmen
Der Tod eines nahe stehenden Menschen erschüttert. Es ist nicht nur der
Verlust, der uns schmerzt, er erinnert uns auch an unsere eigene
Vergänglichkeit. Um dem Tod zu begegnen, haben sich die Menschen
Bestattungsrituale gegeben wie das Aufbahren des Körpers und die
Beerdigungszeremonie, bei der die Trauernden
Erde auf den Sarg streuen und Blumen ins Grab werfen.
Rituale
führen uns Menschen durch das ganze Leben, sie geben uns in besonderen
Situationen Halt, Struktur und Freiraum für Gefühle.
Sie
sollen helfen, den Tod fassbarer zu machen, den Verstorbenen vom Diesseits
ins Jenseits geleiten. Und sie sollen es Angehörigen, Freunden und
Bekannten ermöglichen, in einem feierlichen Rahmen vom Toten Abschied zu
nehmen, sich gegenseitig Trost zu spenden und Trost zu empfangen.
Jede
Gesellschaft kennt ihre eigenen Formen und Rituale, um mit dem Tod umzugehen.
In
unserer Gesellschaft gehört die öffentliche Trauerfeier, auch Abdankung
genannt, zum Brauchtum. Die Trauerfeier ist geprägt von speziellen
Abschiedsritualen, wie zum Beispiel der Trauerfeier in der Kirche, dem
Vorlesen des Lebenslaufes der verstorbenen Person. Dem Segnen des Grabes
und dem anschliessenden Imbiss, auch Leidmahl genannt.
Auch wenn Angehörige aus der Kirche ausgetreten sind, ist eine kirchliche
Trauerfeier und Bestattung gegen Entgeld möglich.
Wird eine
nicht kirchliche Trauerfeier und Beisetzung gewünscht, so ist auch das möglich. Eine Trauerfeier muss
nicht zwingend im kirchlichen Rahmen abgehalten werden. Auch
freischaffende Theologen(Innen), Ritualbegleiter(Innen) oder
Bestattungsredner(Innen) können die Bestattungszeremonie durchführen.
Das
Leidmahl ist ein alter Brauch und ein Symbol für das Leben: Indem die
Trauergemeinde nach der Trauerfeier gemeinsam Nahrung zu sich nimmt, kehrt
sie symbolisch zurück vom Reich der Toten in die Welt der Lebenden.
Verwandte und Bekannte, die sich lange nicht gesehen haben, erinnern sich
an die verstorbene Person, tauschen Erfahrungen aus und können sich in
ihrer Trauer unterstützen.
Copyright © 2007 [Susann und Franz Lattrell / Arche Bestattungen GmgH].
06.07.2009